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Pokal-Drama in Calbe – GHC scheidet nach Verlängerung aus

Kategorie Handball-Männer

    Im Vorfeld war allen klar: Spiele gegen die TSG Calbe/Saale II sind traditionell enge Duelle. Fast immer endeten die Aufeinandertreffen mit einem Unentschieden – ein Szenario, das der Güsener HC im Pokal unbedingt vermeiden wollte. Entsprechend motiviert ging die Mannschaft in die Partie. Von Beginn an setzte der GHC auf Tempo und Dynamik. Schon nach elf Minuten führte man deutlich mit 5:10 – ein Blitzstart, der die mitgereisten Fans jubeln ließ. Dominic Schulz verwandelte in dieser Phase sicher vom Siebenmeterpunkt, auch Philip Ladwig und Nils Rosenthal setzten wichtige Treffer. Doch plötzlich riss der Faden. Zwischen der 12. und 20. Minute häuften sich Fehlwürfe, Calbe nutzte diese Schwäche eiskalt aus und kam Tor um Tor heran. In der 20. Minute war der Ausgleich geschafft (12:12), kurz darauf ging der Gastgeber sogar erstmals in Führung. Erst durch Treffer von Finn Müller (26.) und erneut Schulz vom Punkt konnte der GHC sich etwas stabilisieren und mit einer 15:17-Führung in die Pause gehen. Die zweite Halbzeit begann erneut stark: Innerhalb weniger Minuten baute der GHC den Vorsprung wieder auf fünf Tore aus (16:20, 35. Minute). Doch die Geschichte der ersten Halbzeit wiederholte sich – Unkonzentriertheiten, technische Fehler und vergebene Chancen luden Calbe ein, zurück ins Spiel zu kommen. Spätestens in der 41. Minute beim Stand von 21:20 war die Partie wieder völlig offen. Die Schlussphase war an Dramatik kaum zu überbieten. In der 59. Minute lag der GHC noch mit 27:28 in Front. Dann nahm Calbe seine letzte Auszeit – ein klares Signal, noch einmal alles auf eine Karte zu setzen. Die Halle brodelte, die Anspannung war greifbar. Der letzte Angriff: Der erste Versuch durch den Rückraum wurde von der GHC-Abwehr in der Mitte unterbunden. Sekunden liefen von der Uhr. Dann fasste sich Calbes Rückraumspieler ein Herz, zog hoch über den Block und feuerte den Ball in Richtung Tor. GHC-Keeper bekam noch die Fingerspitzen dran, doch der Ball sprang unglücklich genau auf den Außen der Gastgeber. Mit nur noch zwei Sekunden Restspielzeit blieb dieser eiskalt und traf zum 28:28-Ausgleich – die Halle explodierte, der GHC war fassungslos. Es ging in die Verlängerung – wie so oft in Calbe. Dort stellte die TSG taktisch clever um, nahm zwei Rückraumspieler der Gäste in Manndeckung und provozierte überhastete Abschlüsse. Calbe setzte sich bis zur 63. Minute auf 31:28 ab. Zwar kämpfte sich der GHC nochmals heran, doch beim Stand von 34:32 eine Minute vor Schluss war die Entscheidung gefallen. Mit zwei weiteren Treffern besiegelte Calbe den Pokalabend – Endstand 36:32. Ein bitteres Aus für den GHC, der sich in beiden Halbzeiten komfortable Führungen erspielt hatte, diese aber nicht konsequent zu nutzen wusste. Am Ende bleibt die Erkenntnis: In Calbe ist ein Unentschieden oder Drama fast schon Tradition – diesmal mit dem schlechteren Ende für die Gäste.

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